Bauen mit BIM

https://www.allplan.com/de/blog/schnell-einfach-mit-bim-von-2d-zu-3d/

Nachhaltigkeit im Bauwesen als technologischer Ansatz

July 28, 2026

Die Bauwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung treffen auf einen zunehmenden Fachkräftemangel. Gleichzeitig wächst der Bedarf an wirtschaftlichen, komfortablen und zukunftsfähigen Gebäuden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gewinnt die digitale Planung und Steuerung von Bauprojekten immer mehr an Bedeutung.

Eine zentrale Rolle spielt dabei Building Information Modeling (BIM). BIM ist eine digitale Arbeitsmethode, bei der alle Projektbeteiligten – von Architekten und Fachplanern über Bauunternehmen bis hin zu Bauherren – gemeinsam an einem zentralen, virtuellen 3D-Modell eines Bauwerks arbeiten. Dieses Modell enthält nicht nur die geometrischen Eigenschaften des Gebäudes, sondern auch technische, organisatorische und wirtschaftliche Informationen.

Durch die gemeinsame Datenbasis können Planungsfehler bereits in frühen Projektphasen erkannt und behoben werden. Gleichzeitig lassen sich Bauabläufe, Kosten, Termine und Materialeinsatz präziser koordinieren. Dies führt zu einer höheren Planungssicherheit, einer effizienteren Zusammenarbeit und einer nachhaltigeren Umsetzung von Bauprojekten.

Ein weiterer Vorteil von BIM ist die ganzheitliche Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Die digitalen Informationen begleiten das Bauwerk von der ersten Planung über die Bauausführung und den Betrieb bis hin zu Umbauten oder dem späteren Rückbau. Dadurch entstehen langfristige Vorteile für Eigentümer, Betreiber und Nutzer.

In Deutschland gewinnt BIM zunehmend an Bedeutung. Insbesondere bei öffentlichen Infrastruktur- und Bundesbauprojekten ist die Anwendung der Methode bereits vorgeschrieben. Dank offener Standards (Open BIM) können verschiedene Softwarelösungen miteinander kommunizieren und einen reibungslosen Datenaustausch ermöglichen.

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Details für Architekten:

Wenn der Architekt als BIM-Koordinator fungiert, übernimmt er einen vielfältigen Aufgabenbereich:

  1. Modellierung in einer Software z.B. ArchiCad
  2. Alphanumerische Daten: Materialdaten wie Brandschutzklasse, Schichtaufbau von Wänden und Codierung von IFC-Klassifikationen
  3. Open BIM: Übersetzung in IFC-Format für Fachplaner
  4. Fehlermanagement: Fehlerprotokolle und Kollisionsprüfung durch BIMcollab
  5. Projektmanagement: Verwaltung aller Dateien mit CDE (common data environment) und Koordination mit AIA und BAP (BIM-Abwicklungsplan)

BIM-Koordinator für Projekte aus öffentlicher Hand kann werden, wer die sogenannte BIM-Kompetenz nachweisen kann. Dafür notwendig sind Kenntnisse in einer Software zur 3D-Modellierung (z.B. ArchiCAD) sowie ein BIM-Grundlagen-Zertifikat.

Die Zertifikate richten sich in der Regel nach den Vorgaben der VDI-Richtlinie 2552 und der ISO 19650 und können durch einen Lehrgang z.B. beim TÜV erworben werden. Für die Qualifikation für eine Teilnahme an einer Ausschreibung, die BIM-Kompetenz erfordert, empfiehlt sich ein Zertifikat nach VDI 2552 8.1).

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